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Literaturtipps & Rezensionen

Giovanni Francesio: Tifare Contro. Eine Geschichte der italienischen Ultras.

„Das Phänomen Ultrà überdauerte, im Gegensatz zu anderen Jugendbewegungen in ähnlichen Situationen, den Lauf der Zeit und bewahrte sich seine Faszination von Widerstand und Rebellion.”

Seit mehr als 10 Jahren begleiten neue Formen des Stadion-Supports auch deutsche Bundesligaspiele: Fahnen, Dauergesänge, farbenfrohe Choreographien und Pyrotechnik kennzeichnen die Fankultur der „Ultras“. Die Ultra-Kurven sehen sich als die treuesten Fans und pochen auf ihr „Recht“, ihr Team daheim und auswärts so zu unterstützen, wie sie es für richtig halten. Kritiker hingegen monieren, dass Stadien keine rechtsfreien Räume sind und verweisen auf nahezu wöchentlich begangene Straftaten und den zum Teil unverhohlenen Hang zur Gewalt.

Mal werden die Ultras von Funktionären und Journalisten als der unverzichtbare „12. Mann“ gefeiert, mal sind sich Polizei, Presse und Politiker einig in ihrer einhelligen Verdammung der „Chaoten, die nichts mit Fußball zu tun haben.“ Die Beteiligten selbst kommen hingegen kaum zu Wort. Wer aber sind die „Ultras“, die ihren Namen wie auch die Fankultur aus Italien entlehnt haben? Woher kommen diese fanatischsten aller Fans, die ihrer Mannschaft zu jedem noch so weit entfernten Auswärtsspiel nachreisen? Was macht diese Kultur aus, der sich zehntausende Jugendlicher aus allen Teilen und Schichten der Gesellschaft zugehörig fühlen? Wer treibt diese zumeist jungen Männer an, die für sich reklamieren, „keine Verbrecher“ zu sein?

Der italienische Ultrà Giovanni Francesio hat sich 2008 mit einem Buch in die Diskussion eingebracht, dessen Anspruch es ist, aus den Stadionkurven selbst zu berichten. Nach mehr als drei Jahrzehnten in italienischen Kurven hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die Stimme der Ultras selbst in die Diskussion einzubringen. In „Tifare Contro“ erzählt Francesio anhand besonders einschneidender Episoden vier Jahrzehnte der wichtigsten italienischen Jugendbewegung. Selbstkritisch, detailliert und leidenschaftlich wird hier erstmals in deutscher Sprache dargestellt, wer „Ultras“ eigentlich sind, was ihre Regeln sind, wofür und wogegen sie kämpfen und welche Veränderungen die Bewegung mitgemacht hat.

Faktenreich recherchiert und pointiert geschrieben, stellt „Tifare Contro“ eine Zusammenfassung der Geschichte der italienischen Ultras dar. Ein Buch, das auch der derzeitigen Diskussion um Fankultur in Deutschland eine wichtige Stimme hinzufügt. Für jeden, der mehr über die Geschichte der momentan dominantesten Fankultur wissen möchte und sich bei seiner Meinungsbildung nicht auf vage Annahmen, gängige Allgemeinplätze oder offizielle Verlautbarungen verlassen möchte.

„Das Phänomen Ultrà überdauerte, im Gegensatz zu anderen Jugendbewegungen in ähnlichen Situationen, den Lauf der Zeit und bewahrte sich seine Faszination von Widerstand und Rebellion.”

Seit mehr als 10 Jahren begleiten neue Formen des Stadion-Supports auch deutsche Bundesligaspiele: Fahnen, Dauergesänge, farbenfrohe Choreographien und Pyrotechnik kennzeichnen die Fankultur der „Ultras“. Die Ultra-Kurven sehen sich als die treuesten Fans und pochen auf ihr „Recht“, ihr Team daheim und auswärts so zu unterstützen, wie sie es für richtig halten. Kritiker hingegen monieren, dass Stadien keine rechtsfreien Räume sind und verweisen auf nahezu wöchentlich begangene Straftaten und den zum Teil unverhohlenen Hang zur Gewalt.

Mal werden die Ultras von Funktionären und Journalisten als der unverzichtbare „12. Mann“ gefeiert, mal sind sich Polizei, Presse und Politiker einig in ihrer einhelligen Verdammung der „Chaoten, die nichts mit Fußball zu tun haben.“ Die Beteiligten selbst kommen hingegen kaum zu Wort. Wer aber sind die „Ultras“, die ihren Namen wie auch die Fankultur aus Italien entlehnt haben? Woher kommen diese fanatischsten aller Fans, die ihrer Mannschaft zu jedem noch so weit entfernten Auswärtsspiel nachreisen? Was macht diese Kultur aus, der sich zehntausende Jugendlicher aus allen Teilen und Schichten der Gesellschaft zugehörig fühlen? Wer treibt diese zumeist jungen Männer an, die für sich reklamieren, „keine Verbrecher“ zu sein?

Der italienische Ultrà Giovanni Francesio hat sich 2008 mit einem Buch in die Diskussion eingebracht, dessen Anspruch es ist, aus den Stadionkurven selbst zu berichten. Nach mehr als drei Jahrzehnten in italienischen Kurven hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die Stimme der Ultras selbst in die Diskussion einzubringen. In „Tifare Contro“ erzählt Francesio anhand besonders einschneidender Episoden vier Jahrzehnte der wichtigsten italienischen Jugendbewegung. Selbstkritisch, detailliert und leidenschaftlich wird hier erstmals in deutscher Sprache dargestellt, wer „Ultras“ eigentlich sind, was ihre Regeln sind, wofür und wogegen sie kämpfen und welche Veränderungen die Bewegung mitgemacht hat.

Faktenreich recherchiert und pointiert geschrieben, stellt „Tifare Contro“ eine Zusammenfassung der Geschichte der italienischen Ultras dar. Ein Buch, das auch der derzeitigen Diskussion um Fankultur in Deutschland eine wichtige Stimme hinzufügt. Für jeden, der mehr über die Geschichte der momentan dominantesten Fankultur wissen möchte und sich bei seiner Meinungsbildung nicht auf vage Annahmen, gängige Allgemeinplätze oder offizielle Verlautbarungen verlassen möchte.

Das Buch erschien am 01.11.2010 bei Burkhardt & Partner auf deutsch und kann für nur 9,90 EUR auch direkt dort bestellt werden.

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