Buchtipps

Alte Espressomaschinen

Diese historische Faema Urania ist komplett, aber weder instandgesetzt noch restauriert. Sie stammt aus dem Jahr 1960.FaemaUrania
Handhebel, 2-gruppig - Diese historische Faema Urania ist komplett, aber weder instandgesetzt noch restauriert. Sie stammt aus dem Jahr 1960.
Preis: 1900 Euro

Buchtipp:

Hans Messner, Michael Leischner: Kulinarische GrenzgängeHans Messner, Michael Leischner: Kulinarische Grenzgänge Appetit anregende Ausflugtipps entlang der Grenzen zwischen Kärnten, Friaul und Slowenien: Hier, am Schnittpunkt germanischer, romanischer und slawischer Einflüsse, führt...

Restauranttipp:

Restaurant and music bar AL PORTOTraumhaft Eine echte Empfehlung haben wir im touristisch einigermaßen stromlinienförmigen Pallanza am Lago Maggiore gefunden. Rein zufällig, an einem schneeschwangeren Februarabend...

Literaturtipps & Rezensionen

Christoph Hennig: Wilde Wege, stille Dörfer. Wanderungen in den Abruzzen

Christoph Hennig, geboren 1950, lebt in München und in den Cinque Terre. Er leitet Kunst- und Wanderreisen an der ligurischen Küste. Er ist Autor mehrerer Reiseführer über Italien, u.a. des Bandes "Cinque Terre", den ich an gleicher Stelle vorgestellt habe. Im vorliegenden, soeben beim schweizer Rotpunktverlag erschienenen Wanderführer nimmt er sich eines touristisch weitgehend ignorierten Landstriches an, den nordöstlich von Rom im Landesinneren gelegenen Abruzzen.

"Wilde Wege, stille Dörfer" beschreibt diese zentralitalienische Berggegend schon relativ präzise. Unabhängig davon, dass Linienbusse ab Rom die beschriebene Gegend in gut anderthalb Stunden erreichen, befindet man sich doch gefühlte Lichtjahre entfernt vom Rummel der ewigen Stadt. Geheimtipp möchte ich die Abruzzen nicht nennen, gleichwohl richtet sich der vorgestellte Landstrich an Reisende, die auch ohne 70er Jahre Betonburgen, Andenkenstände, Speisekarten auf deutsch oder "Wellness-Oasen" auskommen können. Dagegen erwarten den Wanderer stundenlange Touren in weitgehender Einsamkeit durch prächtige Berglandschaften und durch weitgehend authentische Dörfer. Für ein paar Tage oder Wochen kann man in den Abruzzen - so man sich denn darauf einlässt - in ein weitgehend unverfälschtes Italien eintauchen.

Grundgerüst des Buches ist eine zweiwöchige Tour von Nord nach Süd, von der Gegend um Amatrice über den an die 3000 m hohen Gran Sasso d'Italia bis hinunter in die Gegend um den Monte Greco. Dies aber nur als inhaltlicher Rahmen, selbstverständlich kann man auch nur einzelne Abschnitte oder Routen wandern. Die Gesamtwanderung unterteilt sich nämlich in 20 Tagestouren (und deren Varianten), die ihrerseits neben allerlei sinnvollen Informationen zu Einkaufen, Essen und Übernachten sehr wortreich beschrieben werden, wie fast überall in Italien sind die Wegbeschilderungen nälich eher dürftig. Hennigs Wegbeschreibungen tragen diesem Umstand Rechnung und machen ein Auffinden des Wegs anhand von unveränderlichen Landmarken möglich.

Ich selbst kenne den nördlichen Teil der vorgestellten Region aus verschiedenen Reisen recht gut und kann Herrn Hennigs Begeisterung nur beipflichten. Wer Italien liebt, aber die üblichen Touristenregionen bereits abgegrast hat und sich womöglich nicht daran stört, in der Dorftrattoria nicht auf deutsch angesprochen zu werden, dem sei dieser landschaftlich sehr reizvolle Landstrich wärmstens ans Herz gelegt. Der Gran Sasso ist sehr imposant und reizvolle Städtchen wie Rieti bieten mit Sicherheit Anlass auch für einen mehrtägigen Aufenthalt. Die Wanderungen selbst sind zwar keine Spaziergänge in der Ebene, erreichen aber weitgehend (mit Ausnahme der Gipfelabstecher auf den Campo Imperatore) nicht die Schwierigkeitsgrade der Alpenwanderungen.

Insgesamt zeugen die Reisebeschreibungen einerseits von einem Willen zur Praktikabilität (GPS-Wegpunkte, Unterkunftsmöglichkeiten, Höhendifferenzen, Trinkwasser,...), andererseits von einer umfassenden Beschäftigung mit dem Subjekt. Neben den Tourenbeschreibungen wird der Text immer wieder aufgelockert durch Exkurse zu kulturellen oder historischen Begebenheiten zu den besuchten Orten. Alles in allem ein sehr überzeugender Wanderführer durch eine ebenso hinreißende wie unentdeckte Bergregion, der zudem sehr angenehm und spannend zu lesen ist und sehr viele Informationen zum Thema vermittelt.

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