Buchtipps

Alte Espressomaschinen

Diese historische Faema Urania ist komplett, aber weder instandgesetzt noch restauriert. Auf Wunsch können wir das, bis hin zur Neuverchromung, für Sie übernehmen.FaemaUrania
Handhebel, 2-gruppig - Diese historische Faema Urania ist komplett, aber weder instandgesetzt noch restauriert. Auf Wunsch können wir das, bis hin zur Neuverchromung, für Sie übernehmen.
Preis: 1800 Euro

Buchtipp:

Jonny Rieger: Ein Balkon über dem Lago MaggioreJonny Rieger: Ein Balkon über dem Lago Maggiore Hier erzählt Jonny Rieger seine Geschichten um und über das Tessin - duftige Vignetten, in denen die bewegte, kaum bekannte...

Restauranttipp:

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Literaturtipps & Rezensionen

Thomas Drexel: Casa italiana. Traumhäuser in Italien kaufen, renovieren, einrichten.

Der nächste Streich: Nach seinen Büchern "Häuser im Süden" und "Mediterrane Häuser und ihre Gärten" widmet sich Thomas Drexel - endlich, möchte man sagen - speziell dem Haus in Italien. Der nun bei DVA erschienene Band ist in Inhalt wie Ausstattung weitgehend an seine beiden "Vorgänger" aus dem Hause Callwey angelehnt, thematisch ja sowieso. Die Fortführung des Konzepts wird Kenner erfreuen, revolutionäre Neuerungen, Überraschungen gar, waren nicht notwendig und wurden auch konsequenterweise ausgelassen. Der Kritikpunkt vorweg: Wieder verrät der Autor kein Finanzierungskonzept für die von ihm besuchte Art Anwesen und so sollte schon eine chronische Neidfreiheit (alternativ eine prise Masochismus) zur Lektüre gehören.

Im Mittelpunkt von Casa Italiana stehen - abgesehen von der Finanzierung - Wege zur stilsicheren Residenz im südeuropäischen Urlaubsparadies. Ein Eingangskapitel zu Haussuche, Erwerb und Bauplanung umreißt kurz und schonend die italienischen Besonderheiten bei Kaufverträgen, Bau- und Renovierungsplanung. Schon aufgrund des Umfangs kann hier keine tiefgreifende Rechtssicherheit hergestellt werden, aber die Abhandlung dieses Themas in einem auf visuellen Genuss ausgerichteten Werk ist trotzdem bemerkenswert und hilft zumindest, die richtigen Fragen zu stellen.

Ansonsten wartet Drexel mit 15 ausgewiesenen Traumhäusern auf, allesamt mit ebensogroßem finanziellen wie emotionalen Einsatz polierte Altbauten aus verschiedenen Regionen und Stilrichtungen der Halbinsel. Von der Villa am Lago Maggiore über das Kastell im Chianti bis zum Trullo im Herzen Apuliens wird der Leser mit allem detailliert vertraut gemacht, woran er sich sonst meist bestenfalls die Nase plattdrücken könnte. Voraussetzung für die Aufnahme in dieses Buch ist die schonende Aufarbeitung alter Bausubstanz unter Verwendung originaler Materialien und traditioneller Handwerkstechniken. Solche Handwerker zu finden, ist nicht selbstverständlich, genügend in den 60er Jahren begradigte Rustici sprechen eine beredte Sprache und Geld geht leider nicht zwingend mit Geschmack einher.

Zwar sind den vorgestellten Objekten jeweils Risszeichnungen, die Architekten, Handwerker, Innenausstatter und Einrichtungsadressen beigefügt, jedoch erschöpft sich der "Gebrauchswert" des Buches für die meisten von uns wohl auf den Genuss des Buches und als Inspirationsquelle für Farben, Materialien und pfiffige Details in der Innenausstattung. Die großformatigen und herrlich unprätentiösen Bilder tragen sehr zum Lesevergnügen bei, Layout und Farbgebung verraten ebenso wie der Text die Liebe zum schönen Augenblick. Gezeigt werden ganz überwiegend veredelte ländliche Anwesen, deren oft funktionell-schlichter Charakter auf einer höheren Stufe hervorragend beibehalten wurde. Ein renovierter toskanischer Bauernhof bezaubert - in die richtigen Hände gegeben - ebenso wie die opulent möblierte Cinquecento-Villa im klassischen Chianti.

Wichtige Adressen im Anhang umfassen die Möglichkeiten, einige der vorgestellten Anwesen zu mieten, weiterhin Rechtsanwälte, Immobilienschutzverbände, Architekten oder Reiseveranstalter und weitergehende Literaturtipps. Insgesamt also, und dies ist ausdrücklich als Lob verstanden, ein typischer Drexel: Ein schönes Geschenk für Italienliebhaber und ein brauchbarer Trost für alle, bei denen es noch nicht ganz zur eigenen Luxusvilla im Veneto reicht. Alle, die sich bereits mit dem Gedanken der zumindest teilweisen Übersiedelung infiziert haben, werden schönste Bestätigung finden, für alle anderen besteht akute Ansteckungsgefahr.

Kai Tippmann

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