Buchtipps

Alte Espressomaschinen

Diese historische Espressomaschine EMI Ariete verfügt über 2 Brühgruppen der Bauart E-61. Sie stammt aus den 60er Jahren und wird unrestauriert verkauft.EMIAriete
Pumpe, 2-gruppig - Diese historische Espressomaschine EMI Ariete verfügt über 2 Brühgruppen der Bauart E-61. Sie stammt aus den 60er Jahren und wird unrestauriert verkauft.
Preis: 500 Euro

Buchtipp:

Anton Graf: Anton Graf: Wohnen und Arbeiten unter einem Dach. Beispiele für Büro, Praxis, Atelier und Anton Graf: Anton Graf: Wohnen und Arbeiten unter einem Dach. Beispiele für Büro, Praxis, Atelier und Am Anfang war das Dach. Darunter teilte man seinen Platz in die Bereiche Feuerstelle, Arbeits- und Schlafstelle. Diese praktische Verbindung...

Restauranttipp:

Molly Malones - Irish PubFleisch! Die Speisekarte ist übersichtlich, man isst Fleisch! Ernsthaft, ins Molly Malone geht man, um Fleisch zu essen. Wenn man Hunger...
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Literaturtipps & Rezensionen

Andreas Hüser: Wo selbst die Wege nachdenklich werden

Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat bekanntermaßen ein besonderes Verhältnis zu den Bergen im Allgemeinen und zum Oberengadin im Besonderen. Nicht, dass der radikale Denker tatsächlich mit Vorliebe auf gefährlichen Kammwegen und in Eiseskälte seine Konfrontation mit der Natur gesucht hätte, Ego und körperliche Leistungsfähigkeit standen in seiner Position sicher in einem eher spannungsgeladenen Verhältnis, aber als Metapher für den einsamen freien Geist, der unbeirrt aus klarer Luft von oben auf das irdische Gewimmel herabschaute, sind schneebedeckte Alpengipfel allemal brauchbar.

Kulminiert ist die Aussicht des Holzhammerphilosophen sicherlich in der Figur des Zarathustra, der sich in asketischer Bergeinsamkeit den Schmutz und die schlechte Luft des Marktplatzes vom Leib hielt. Adler und Schlange waren ihm dabei treue Weggefährten und Ratgeber. Aber der Berg, die klare Luft, die Höhe und die Einsamkeit ziehen sich als roter Faden vom Frühwerk bis in die Turiner Niederungen seiner Biografie.

Und wenn auch Nietzsches Füße bei weitem nicht die Höhen seiner geistigen Flüge erreichten, so ist ein philosophischer Wanderführer ein tatsächlich überfälliges Buch. Entstanden ist ein "biografisches Portrait des Philosophen unter besonderer Berücksichtigung seines Verhältnisses zum Gebirge". Der Erkenntnisgewinn übersteigt das Traktat "Heidegger für Barbesucher" um ein Vielfaches, das liegt an der Ernsthaftigkeit der Herangehensweise und der Seitenzahl.

Natürlich ist das Werk des Theologen und Philosophen (und Bergsteigers) Hüser eine hervorragende Lektüre für daheim. Vielleicht ist man so dem Denker Nietzsche gar nicht so fern, aber so richtigen Unterhaltungswert entwickelt der Wanderführer unterwegs, im tatsächlichen Zusammenspiel von Text und Welt, von Metapher und Gedanken, von Zitat und Aussicht. Kenntnisreich und ungeheuer detailversessen geschrieben, unter Verzicht auf die ganz großen interpretatorischen Bögen wird hier Nietzsches Wanderungen gefolgt, mithin Stationen seines Lebens besucht, es wird in seinen Fußstapfen gegangen und diese Art Spurenlese eröffet mit Sicherheit ungewohnte Perspektiven - auch wenn man dem Meister eigentlich natürlich nicht folgen darf, weil man natürlich auf eigenen Wegen schreiten muß!

Eine spannende Lektüre über immer noch einen der begnadetsten Denker der Deutschen, passende Ergänzug zu Safranskis Biografie und meine unbedingte Empfehlung für die Nietzsche-Fangemeinde.

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